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Technik

Sammelstörmelder, Neuwert- und Erstwertmelder
verfügen in der Regel über akustische und optische Meldeanzeigen und sind für die Montage auf DIN-Schienen oder aber auch für den Fronttafeleinbau konzipiert.

Sammelstörmelder
sind verfügbar für 4 bis auf 160 erweiterbare Meldungen, die bei Auftreten eines Störsignals ein Relais erregen, welches über eine Quittiertaste wieder entregt wird. An diesem Relaisausgang wird ein optischer (Blitzleuchte) oder akustischer (Horn) Signalgeber angeschlossen. Neuwert- und Erstwertmelder werden dort eingesetzt, wo eine zeitliche Reihenfolge des Erscheinens von Störsignalen wichtig erscheint.
Der Neuwertmelder hebt aus einer Anzahl von Meldungen diejenige hervor, deren Zustand sich nach der letzten Quittierung zuletzt geändert hat. Neuwertmeldungen werden mit Blinklicht und nach dem Quittieren in Dauerlicht bis zum Erlöschen einer Störung angezeigt.
Der Erstwertmelder hebt aus einer Anzahl von Meldungen diejenige hervor, deren Zustand sich nach der letzten Quittierung als erste geändert hat. Die erste aufgetretene Störung wird in Blinklicht und Folgestörungen in Dauerlicht angezeigt.

Textstörmeldesysteme

Bei Textstörmeldesystemen wird eine zeitfolgerichtige Darstellung der aufgelaufenen Störsignale wiedergegeben. Die gespeicherten Meldungen können in das Display abgerufen und betrachtet werden. Textstörmeldesysteme können sowohl als Neuwert- wie auch als Erstwertmelder betrieben werden.
Textstörmelder verfügen über Ausgänge für Sammelmeldung, Horn und Betriebsbereitschaft des Systems. Die Ein- und Ausgänge sind galvanisch getrennt und garantieren so größtmögliche Störsicherheit. Über Standardanwendungen hinaus bieten Statistik, Analogverarbeitung, Weckerfunktionen, dezentrale Erfassung und Ausgabe, sowie Mehrsprachigkeit der Meldetexte eine kundenspezifische Ergänzung.
Zur Protokollierung eignet sich ein Drucker für den Ausdruck von Meldedatum, Uhrzeit und Meldetext sowie des gesamten Statistikspeicher des Systems. Über eine entsprechende Programmiersoftware wird neben den Meldetexten auch u. a. Arbeits- oder Ruhestromprinzip der Eingänge, Zeitverzögerung der Eingänge sowie die Gruppen- oder Prioritätsbildung von Ausgängen festgelegt. Eine dezentrale Störmeldeerfassung in weit verzweigten Anlagen erfolgt mit bis zu 30 Einheiten von je 8, 16, 24 oder 32 Eingängen. Diese Einheiten sind über ein Modul an eine Zweidrahtleitung angeschlossen, welche mit dem zentralen Textstörmelder verbunden ist. Bis zu 957 Störmeldungen können hiermit erfasst werden. Zusätzliche Fernbedienstationen runden das System ab.

Ruhestromprinzip vs. Arbeitsstromprinzip

Ruhestromprinzip
Das Ruhestromprinzip ist das aus Sicherheitsgründen von DOLD unbedingt empfohlene Arbeitsweise für Störmelder. Hier fällt der Kontakt in die Ruhelage zurück, sobald die Ansprechbedingung erfüllt ist. Ansprechbedingung ist hierbei der Wegfall von Spannung, der entweder durch eine zu meldende Störung, aber auch durch einen Fehler der Messstromweiterleitung zurückzuführen sein kann (z.B. Beschädigung des Zuleitungskabels). Somit wird also die Verdrahtung selbst gleich mit überwacht.

Arbeitsstromprinzip
Kontakt schaltet in Wirkstellung, wenn die Ansprechspannung anliegt, d.h. eine Störungsmeldung wird durch ein elektrisches Signal ausgelöst. Nachteil: Liegt eine Unterbrechung der Zuleitung zum Störmelder vor, kann weder die Unterbrechung der Zuleitung, noch irgendeine andere Störung vom Gerät angezeigt werden. DOLD empfiehlt deshalb, nach dem Ruhestromprinzip zu arbeiten.


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